wie aus „wann ist der nächste gottesdienst?“ eine website wurde, die das jeden tag selbst beantwortet
wann, um wie viel uhr, welches fest?
die ukrainisch-orthodoxe gemeinde in freiburg feiert seit 2023 in einer geliehenen kapelle in günterstal. eine website gab es nicht — einen youtube-kanal mit fünf videos und eine telefonnummer. wer neu in der stadt war, oft gerade erst angekommen, oft in einer schweren stunde, fand nichts.
dazu kommt: die gemeinde lebt nach dem julianischen kalender. jedes fest hat zwei daten, jeder sonntag einen ton, jede woche eine fastenregel. genau das ist die frage, die am häufigsten gestellt wird: wann, um wie viel uhr, welches fest. die website musste sie beantworten — nicht einmal, sondern jeden tag, ohne dass jemand sie pflegt.
✗ vorher: keine website — ein youtube-kanal, eine telefonnummer
✗ zwei kalender: alter stil, neuer stil, ton, fasten — alles im kopf
✗ der plan: endete am 30.09.2026, und niemand pflegt eine website nebenbei
✓ die lösung: ein kalender, der sich selbst rechnet, selbst abgleicht und nicht veraltet
der erste entwurf sah nach KI aus — und flog raus
am 22.08. stand ein fertiger entwurf: sauber, modern, generisch. kleine gesperrte versalien unter jedem block, kartenraster mit pfeilen, ein „dashboard“-held mit einer riesigen 9:30. mein urteil: sieht nach KI aus, stößt ab. also habe ich mir lebende gemeindeseiten in deutschland angeschaut. sie halten sich an drei dingen fest: ein echtes foto der kirche, das siegel ІС ХС НІ КА, eine schlichte liste mit daten. mehr nicht.
der nächste gottesdienst wurde ein satz — „am sonntag, 4. oktober, um 9:30 uhr“ — statt einer kachel mit zahl. sakramente eine liste statt einer kartenwand. und die bildunterschriften kursiv und leise statt in versalien.
✗ ~40 kleine gesperrte versalien-labels → ✓ 0 — kursive, leise unterschriften
✗ held wie ein dashboard, 9:30 in riesig → ✓ der nächste gottesdienst als satz
✗ zwei kartenraster mit pfeilen („ich möchte …“, sakramente) → ✓ eine liste
✗ rahmen und 1-px-raster um alles → ✓ drei farben: papier, tinte, wein

ein kalender, der sich im browser selbst berechnet
unter dem ersten bild liegt eine weinrote leiste: datum, datum nach altem stil, ton der woche, fasttag oder nicht, tage bis zum nächsten großen fest — und rechts der nächste gottesdienst als satz. diese leiste wird nicht gepflegt. sie rechnet. einmal in python für den build, einmal in javascript für den browser, und beide müssen byte für byte dasselbe sagen.
deshalb gibt es einen test: 2 191 tage, vom 1. januar 2025 bis zum 31. dezember 2030, sechs osterfeste, 6 573 vergleiche. ergebnis am 02.10.2026: null abweichungen. die seite veraltet nicht zwischen zwei builds — öffnet jemand sie am dienstag, zeigt sie den dienstag.

monate blättern, fest beim zeigen, jeder termin in den eigenen kalender
die eigene seite „gottesdienstplan“: monat für monat, markierte tage, beim zeigen oder tippen erscheint das fest — mit ikone, heiligen des tages und ton. darunter die liste, und bei jedem termin „in den kalender“: eine .ics-datei pro gottesdienst, dazu der ganze plan als abo für google, apple oder outlook — 33 termine in einer datei.
am telefon dieselbe logik, nur mit dem daumen: tipp statt hover, die monatsnavigation 44 px groß, kein horizontaler scroll von 320 bis 390 px. vergangene termine erkennt der browser selbst — auch das ohne neuen build.


dreimal am tag fragt die website den kalender der kapelle
die kapelle gehört der gemeinde nicht. sie wird geteilt, und die belegung steht in einem gemeinsamen kalender — unsere termine darin als „ukrainischer gottesdienst“. seit dem 30.09.2026 liest ein skript diesen kalender um 7, 13 und 19 uhr: neue termine kommen rein, gestrichene raus, sonntage und feste bekommen ihre namen aus dem eigenen kirchenkalender, die seite wird gebaut und veröffentlicht — nur wenn sich etwas geändert hat.
die regeln sind wichtiger als der code: handgepflegte einträge werden nie überschrieben. antwortet der kalender nicht, bleibt alles, wie es ist. heilige des tages werden nicht erfunden — wo keine quelle ist, steht nichts.
- kalender der kapelle
- abgleich · 7 · 13 · 19 uhr
- plan der gemeinde + kirchenkalender
- online — nur wenn sich etwas geändert hat
kein stockfoto, kein KI-bild — nicht einmal die kapelle blieb fremd
am anfang stand ein einziges fremdes bild: die kapelle von wikimedia, mit nennung des fotografen. dann kamen die bilder der gemeinde — zuerst 21 dateien, später 28. genommen habe ich, was eine geschichte erzählt und niemanden bloßstellt: 16 bilder auf der startseite, der rest unter „über uns“, dazu ein film vom weihnachtsfest, 3:11, der erst beim klick lädt. gps-daten aus den handyfotos sind weg, bevor sie den server sehen.
jedes bild hat im code ein feld „gesichter“. ein schalter — und alle bilder mit erkennbaren menschen verschwinden, ohne dass das raster bricht. unterschriften gibt es bewusst keine, nur alt-texte: ein falscher name unter einem heiligen bild ist schlimmer als keiner.
die bilder, die blieben, zeigen, was eine gemeinde ausmacht: das weihwasser, die lesung, die gesichter nach der liturgie — und den altar, bevor jemand kommt.






premium für einfache leute: schrift, kontrast, eine leiste für den daumen
die zielgruppe: ukrainer zwischen 30 und 70, am telefon, oft zum ersten mal auf dieser seite. premium heißt hier nicht effekt, sondern ruhe. cormorant garamond und fixel text — beide mit ukrainischer kyrillica, beide lokal, zusammen rund 160 kb, keine verbindung zu google fonts. drei farben: papier, tinte, wein. fließtext 18 px statt 16. der leise text von 3,3:1 auf 6,8:1 kontrast, damit ältere augen ihn lesen.
am telefon eine untere leiste mit genau vier dingen: gottesdienste, anfahrt, anrufen, sprache. und nichts bewegt sich, was nicht hilft — mit „reduced motion“ bewegt sich gar nichts.
Abschluss des Festes der Kreuzerhöhung · Hl. Apostel Quadratus
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impressum, datenschutz, gesichter — nichts, was man später erklären muss
eine gemeinde ist keine firma, und doch gilt § 5 ddg. impressum und datenschutzerklärung sind geschrieben, zwölf abschnitte, darunter einer zu fotos aus dem gemeindeleben (§ 22/23 kunsturhg) und wie man sich von einem bild entfernen lässt. youtube-videos sind fassaden: die vorschau liegt bei uns, der iframe kommt erst beim klick — vorher geht keine einzige anfrage an google. die karte ist ein statisches bild vom eigenen server, kein iframe. das wikimedia-foto behält seine lizenznennung, solange es auf der seite ist.
und für das angebot, taufe oder hochzeit filmen zu lassen, steht bewusst kein preis: die gemeinde ist nicht unternehmerisch tätig, und das muss so bleiben.
✗ osm-karte als iframe — anfrage beim öffnen → ✓ statische karte, eigener server, 0 anfragen
✗ youtube-iframe — anfrage an google vor jedem klick → ✓ fassade: vorschau bei uns, iframe erst beim klick
✗ fotos ohne regel → ✓ register „gesichter“ im code, ein schalter, § 22 kunsturhg im datenschutz
✗ preise auf der gemeindeseite → ✓ kein preis, kein wort „leistung“ — § 60a ao
live seit dem 21. september 2026 — der plan läuft seitdem von allein
domain, dns, hosting, zertifikat an einem vormittag. elf seiten, ukrainisch und deutsch, jede mit canonical und hreflang, sitemap, llms.txt, json-ld für die kirche und jeden gottesdienst als event. das video läuft auch auf dem iphone, weil der server range-anfragen beantwortet. 16 anfragen beim laden — alle an die eigene domain. und seit dem 30.09. pflegt sich der plan selbst.
eine website für eine gemeinde muss nicht beeindrucken. sie muss jeden tag die richtige antwort geben — wann, um wie viel uhr, welches fest — ohne dass jemand sie pflegt.

